Heute vor zehn Jahren fiel unser erster Wurf. Es war ein unheimlich aufregender Moment voller Emotionen, der mich in einigen Augenblicken ans Zweifeln brachte, ob ich der Zucht überhaupt gewachsen bin.

Anfangs lief alles problemlos. Mit Ch. Almansors Local Hero hatten wir nach bestem Wissen und Gewissen einen Deckrüden ausgesucht. Wir fuhren zu Herrn Kiack, um Hero näher kennenlernen. Mit einem guten Gefühl wurde unsere Fly dann ein paar Wochen später gedeckt.

Die Trächtigkeit verlief wie im Lehrbuch. Recht früh begaben wir uns zum Ultraschall und konnten zwei Fruchtanlagen erkennen.
Also begannen wir uns auf die Welpen zu freuen.

An Tag 64 begann die Geburt. Fly war unruhig, aber eine sehr instinktsichere und ausgeglichene Hündin.
Auch hier verlief noch alles gut. Senkwehen, Treibwehen, alles so wie es sein sollte.
Als es in die Austreibungsphase übergehen sollte und wir schon in freudiger Erwartung des ersten Welpen waren, begannen die Probleme.
Der Welpe passte nicht durch das Becken. Fly, eine kleine und zierliche Hündin, schaffte es nicht alleine.

In höchster Not sind wir nach Dortmund in die Klinik „Am Dorney“ gefahren.
Dort erwartete uns das kompetente Team um Frau Dr. Möhrke.

Mein emotionaler Zustand lässt sich kaum beschreiben. Ich hatte fürchterliche Angst um Fly.
Ein Kaiserschnitt war unumgänglich.
Bis Fly im OP war könnte ich soeben noch meine Fassung wahren, aber dann hat mich die Angst übermannt und ich konnte nur noch weinen.

Kurze Zeit später kam dann die gute Nachricht. Fly war wohlauf und wir hielten unsere beiden gesunden, großen und kräftigen Welpen in den Händen.
Auf dem Weg nach Hause nahmen wir neben der Freude viele Befürchtungen mit, doch die erwiesen sich als überflüssig.
Fly war eine überragende Mutter.
Selbst nachfolgende Würfe unserer Dayne hat sie mit großgezogen. Ich werde nie die Situation vergessen, als sie uns vom Tisch ein Stück Bratwurst stibitze und diese zu ihrem C-Wurf brachte, anstatt sie selber zu fressen.

Die Zeit der Aufzucht war für uns wieder sehr spannend.
Ch. Globerunners Alabaster Kid und Al Capone entwickelten sich prächtig und reiften zu wunderschönen Rüden heran.
Aus bislang ungeklärter Ursache verstarb Ch. Globerunners Alabaster Kid mit nur sechs Jahren.

Al Capone erfreut sich bester Gesundheit. Letztes Jahr musste er sich einer Operation unterziehen, da er sich das Kreuzband gerissen hatte.
Aber nun tollt er wieder wie ein junger Hund mit Globerunners Creyezy Girl durch den heimischen Garten.
Wir wünschen ihm und seinen Besitzern zu seinem zehnten Geburtstag alles, alles Gute und noch viele schöne Jahre!